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Wissenswertes

Oldtimer FAQ

Wissenswertes rund um Oldtimer
    In den letzten fünf Jahren sind die Preise stark angezogen.

    Man findet sehr viele Presseberichte über das sogenannte Garagengold. Die beste Wertanlage befindet sich in der Garage, Oldtimer und ihre sagenhafte Wertsteigerung  und vieles mehr.
    Über 100% Rendite und mehr wurden bereits mit Oldtimern erzielt.
    Selbst können wir bestätigen, dass sich die Preise teils verdoppelt haben.
    Im Jahr 2010 konnte man noch einen guten alltagstauglichen und vor allem wertigen Oldtimer zu einem Preis erwerben, für den wir heute nur  noch ein Restaurationsobjekt erhalten.

    Die Tatsache, dass es mit der Zeit nicht mehr Oldtimer geben wird, sondern eher weniger, spricht für sich. Auch wenn Fahrzeuge aus den 70er oder in der Zukunft aus den 80er Jahren etc. nachrücken, so werden Oldtimer aus den 30er bis 60er Jahren immer die wahren Oldtimer bzw. Veteranen für uns sein.
    Ein Oldtimer, bei dem man das Diagnosegerät anschließt  um den Fehlerspeicher auszulesen, wird vielleicht in ganz ferner Zukunft als Oldtimer angesehen werden. Diese „Oldtimer“ werden aber andere Generationen als Oldtimer bezeichnen.

    Die Preise werden unserer Meinung nach so lange steigen, bis es einen größeren Abverkauf gibt. Angebot und Nachfrage…
    Wenn die Wirtschaftslage Sammler dazu zwingt, das Garagengold zu veräußern, dann fallen die Preise. Dies würde aber auch andere Wertanlagen, Güter und Wertgegenstände treffen. Immobilienpreise, die mittlerweile auch sehr gestiegen sind, würden dann auch wieder fallen.

    Ein Oldtimer als Wertanlage ist sehr praktisch. Er kann 1 Million und mehr an Kapital absichern, benötigt nicht viel Platz und man kann mit ihm zudem sehr viel Spaß haben.
    Es wird immer Sammler geben, die bereit sind, einen siebenstelligen Betrag für einen Oldtimer zu bezahlen.
    Ob ein Milliardär ggf. dann nur noch Millionär ist, spielt in Wirklichkeit keine Rolle. Für einen seltenen Oldtimer wird dieser immer noch gerne siebenstellig bezahlen und dies auch können.

    Am besten ist eine trockene, beheizte und mäusefreie Garage geeignet.
    Aber es geht natürlich auch in einer üblichen, ungeheizten Garage.
    Mäusefrei sollte sie möglichst sein, da ansonsten die Sitze, Teppiche und Kabel den kleinen Nagern gerne zum Opfer fallen.

    Treffen sie also sicherheitshalber Vorkehrungen (Mausefallen etc.).

    Selbst wenn Sie keine dieser hier aufgeführten Vorkehrungen treffen, wird Ihr Oldtimer den Winterschlaf mit 90%iger Wahrscheinlichkeit überstehen. Kleinere Defekte können auch nach dem besten Einwintern entstanden sein.

    Hier geht es um reine Vorsorge der Schadensbegrenzung, um Eventualitäten, die ggf. auftreten können.

    Um Standplatten zu vermeiden, sollte man zum einen den Luftdruck um ca. 0,3 bar über dem vorgeschriebenen Luftdruck erhöhen.
    Zum anderen ist es ratsam, den Oldtimer auf einer speziellen Unterlage abzustellen, die einem Standplatten entgegenwirkt. Es gibt hierfür zwei grundlegende Varianten:

    Eine weiche Unterlage, die etwas nachgibt und sich somit der Rundung des Reifens zwangsläufig anpasst
    Plastik- „Reifenschalen“ , diese haben die Form bzw. die Rundung des Reifens

    In der Regel ist Ihr Reifen nicht mehr richtig rund, Sie haben einen sogenannten Standplatten.

    Ist der Reifen nicht ganz so alt, der Gummi somit noch gut weich, dann geben Sie nach dem Winterschlaf etwas mehr Luftdruck als üblich auf den Reifen und fahren ca. 100km vorsichtig. Normalerweise bildet sich der Standplatten nach und nach wieder zurück. Wenn nicht, dann sollten Sie neue Reifen kaufen.

    Egal, ob ihr Oldtimer in einer ungeheizten oder geheizten Garage steht, es muss immer Frostschutz in das Kühlwasser gefüllt werden. Welchen Typ von Frostschutz, erfahren Sie ggf. bei Ihrer Werkstatt oder u.a. von ihrem Verkäufer. Sie sollten bis ca. minus 30 Grad mit dem Frostschutz gehen. Es geht bei Oldtimern weniger darum, dass der Kühler nicht einfriert, sondern vielmehr um den Korrosionsschutz. Das Frostschutzmittel ist auch gleichzeitig Korrosionsschutz und damit Ihr Motor von innen nicht komplett vom Rost zerfressen wird, muss Frostschutz in das Kühlwasser!
    Für das Kühlwasser nehmen sie bitte Leitungswasser. Die Grenzwerte der Inhaltsstoffe von Leitungswasser sind um ein Vielfaches niedriger als z.B. von unseren Tafelwassern, somit gibt es weniger Härtebildner (Calcium und Magnesium)/Kalkablagerungen.
    Immer wieder gibt es Leute, die destilliertes Wasser in den Kühler füllen – das ist FALSCH! Destilliertes Wasser gehört bitte nicht in den Wasserkreislauf! Destilliertes Wasser ist negativ geladen, dieses Wasser versucht daher diese Negativladung auszugleichen und nimmt sich die jeweiligen Bestandteile aus seiner Umgebung. In diesem Falle aus dem Metall und Guss etc., das Resultat ist Rost.
    Einer unserer Kunden hatte dies erst letztes Jahr vergessen und füllte den Kühler mit destilliertem Wasser. Das Resultat war, dass das Kühlernetz, welches keine 12 Monate zuvor erneuert worden war, nun verrostet war. Somit waren die feinen Kanäle im Kühlernetz durch die Rostablagerungen verstopft. Des Weiteren waren die Froststopfen, die auch keine 12 Monate zuvor erneuert worden waren, nun undicht. Ein enormer Rost hatte sich im Wasserkreislauf gebildet. Der unmittelbare Schaden belief sich auf ca. €1.000,00.
    Wenn die Garage beheizt ist, reicht es, die Batterie einfach abzuklemmen. Ein eingebauter Batterietrenner ist da sehr von Vorteil, dann geht es auch ohne Gabelschlüssel.
    Ist die Garage nicht beheizt, sollte man die Batterie am besten ausbauen und an einem warmen Standort im Keller platzieren. Eine Autobatterie, die längere Zeit nicht geladen wird, leidet sehr bei niedrigen Temperaturen.
    Die Batterie ist mit Säure gefüllt. Manche Batterien kann man noch nachfüllen, dies wird mit destilliertem Wasser getan. Die heutigen Batterien sind aber in der Regel alle wartungsfrei.

    Des Weiteren ist es von Vorteil, die Batterie vor der Winterpause einmal an das Ladegerät anzuschließen und sie zu 100% zu laden.

    Am besten ist es natürlich, wenn man die Batterie an eine Batterieüberwachung anhängt, hier wird automatisch nach Spannungszustand der Batterie von Zeit zu Zeit nachgeladen. Es reicht aber auch, alle 4-5 Wochen die Batterie mit einem normalen Ladegerät kurz nachzuladen.

    Im schlimmsten Fall, wenn Sie die Batterie nicht abgeklemmt haben, könnte ein Kurzschluss z.B. durch einen Mäusefraß und dadurch ein Kabelbrand entstehen.
    Ihr Oldtimer könnte sich entzünden.
    Oder…
    Die Batterie hat sich komplett entladen, ist dadurch evtl. beschädigt und kann nicht mehr geladen werden. Sie benötigen in diesem Falle eine neue Batterie.
    Im besseren Fall…
    Ihre Batterie ist noch nicht ganz entladen und kann mittels Ladegerät neu geladen werden und somit ist alles in Ordnung.
    Zündkerzen rausschrauben und etwas Motoröl (gleicher Öl-Typ, wie sich auch im Motor befindet!) ringsherum am oberen Rand an der Laufbuchse einspritzen.

    Wichtig: Es darf Ihnen nichts in die Öffnungen fallen!
    Wenn doch, dann nehmen Sie einen Staubsauger und ggf. einen passenden Schlauch, der durch die Öffnung passt und saugen Sie den Fremdkörper aus dem Brennraum. Sollten sie dies versäumen und mit  diesem Fremdkörper den Motor starten, laufen Sie Gefahr, einen kapitalen Motorschaden zu verursachen.

    Grund: Es könnte sich über die Wintermonate Schwitzwasser im Motor gebildet haben, dieses Wasser läuft an den Laufbuchsen herunter und bleibt an den Kolbenringen stehen.
    Hier könnte Rost entstehen und sich somit eine Verkrustung bilden, die beim ersten Starten ggf. erst im Frühjahr den Kolbenring beschädigt (Haarriss). Der Kolbenring kann dadurch nicht mehr richtig abdichten und Ihr Motor verbrennt Öl (blauer Rauch aus dem Auspuff). Auch können Riefen in den Laufbuchsen entstehen, auch bei diesem Schaden verbrennt Ihr Motor mehr Öl.

    Danach die Zündkerzen wieder bis zur Hälfte eindrehen und die Zündkerzenstecker nur leicht auf die Zündkerzen stecken (wenn möglich, ohne richtigen Kontakt). Durch diese Handhabung läuft man nicht Gefahr, den Motor im Frühjahr versehentlich starten zu können.

    Vor dem ersten Starten müssen alle Zündkerzen wieder entfernt werden. Legen Sie ein altes Handtuch über alle Zündkerzenöffnungen am Motor.
    „Starten“ bzw. lassen Sie jetzt den Motor mittels Anlasser ein paar Mal durchdrehen (ca. 5 Mal zu je 5 Sekunden), das reicht in der Regel. Sollte sich noch Öl oberhalb des Motors im Brennraum befunden haben, wurde es mit diesem Vorgang herausgeschleudert. Nachdem das restliche Öl entfernt wurde, können die Zündkerzen wie gewohnt richtig eingeschraubt werden. Bevor Sie die Zündkerzen wieder hineinschrauben, überprüfen Sie diese bitte auf Rußablagerungen oder evtl. Kontaktüberbrückungen –  ggf. die Zündkerzen reinigen oder einfach erneuern. Danach die Zündkerzenstecker wieder fest und auf die richtige Zündkerze stecken.

    Wichtig: Vertauschen Sie nicht die Position der Zündkerzenstecker, der Oldtimer würde dann nicht richtig rund laufen bzw. evtl. erst gar nicht anspringen.

    Vor einigen Jahren war es noch ratsam, den Tank bis oben hin mit Benzin zu füllen, damit kein Rost im Tank entsteht. Mittlerweile ist diese Vorgehensweise überholt.
    Das Benzin ist inzwischen so aggressiv geworden, dass es egal ist, ob sie den Tank komplett bis zum Rand mit Benzin füllen oder einen niedrigeren Benzinstand im Tank belassen.
    Damit sich keine Feuchtigkeit und dadurch Schimmel oder Stockflecken etc. im Fahrzeug bilden, werden die Fenster einen Spalt geöffnet.
    Die Fensterscheiben werden ca. 2cm weit geöffnet.
    Den Oldtimer mit einer atmungsaktiven Autoplane abdecken, bitte keine Plastikplane. Es könnte sich sonst Feuchtigkeit unter der Plane bilden. Vor dem Abdecken sollte Ihr Oldtimer natürlich gewaschen werden.
    Geladene Batterie ggf. wieder einbauen und anschließen. Vertauschen Sie bitte nicht den Plus- und Minuspol. Aufgrund des jeweiligen Durchmessers, ist der falsche Anschluss nicht wirklich möglich. Aber allein die Berührung führt zu einem Funkenschlag bzw. einem Kurzschluss. Dieser Kurzschluss kann zu einem Schaden führen.
    Öl aus den Brennräumen entfernen (siehe oben) und Zündkerzen etc. wieder richtig einsetzen. Die Zündkerzen ggf. zuvor von altem Ruß befreien oder ggf. erneuern.
    Alle Ölstände überprüfen!
    Kühlwasser überprüfen!
    Licht und Blinker überprüfen!
    Reifenluftdruck überprüfen!
    Fahrzeug starten
    Öldruck bei Motorlauf überprüfen
    Sollte sich kein Rundlauf einstellen, schalten Sie das Fahrzeug aus. Überprüfen Sie die Zündkerzenstecker auf richtigen Sitz. Überprüfen Sie an der Verteilerkappe, ob sich evtl. Grünspan bzw., Ablagerungen an den Kontakten oder am Läufer gebildet haben. Wenn ja, vorsichtig entfernen (feines Schleifpapier, Dremel).
    Überprüfung des Unterbrechers auf Abstand und Ablagerungen
    Überprüfung der Benzinpumpe auf Funktion, ggf. Kontakte reinigen
    Benzinfilter ggf. erneuern
    Fahren Sie die ersten Meter vorsichtig, testen Sie dabei die Bremsen auf ihre Wirkung. Behalten Sie unbedingt u.a. die Temperatur im Blickfeld. Das Kühlernetz setzt sich gerne über den Winter zu oder das Thermostat funktioniert nicht mehr einwandfrei. Das Resultat, die Temperatur steigt  über den Normalbereich an. Der Motor könnte einen Schaden nehmen, wie z.B. Kopfdichtungsschaden oder gar einen Riss im Motorblock.
    Hier streiten sich immer wieder Oldtimerfreunde untereinander. Der Eine fährt seit Jahren ohne Bleizusatz ohne Klopfgeräusche und gar Motorschäden. Beim Anderen hört es sich an, als wären Steine im Motor.
    Sind die Ventilsitze nicht nachweislich getauscht bzw. gehärtet worden, wird mit Bleizusatz gefahren. Dieses Risiko eines kapitalen Motorschadens wegen ca. €7.00 Mehrkosten auf wohlgemerkt zwei Tankfüllungen einzugehen, ist aus kaufmännischer Sicht  nicht wirklich ratsam.
    Sind keine verbaut, so können Sie auch keine anlegen, es droht kein Bußgeld. Wurden nachträglich welche angebracht, sind diese auch anzulegen, ansonsten drohen ein Bußgeld und Punkte.
    Schwackelisten und Wertgutachten
      Nach dieser Liste bzw. diesen Preisangaben kann man leider nicht immer wirklich gehen.
      Sie sind zum Teil komplett widersprüchlich, beruhen teils auf keiner Grundlage und sind durch Jedermann allein durch das einfache Stöbern im Internet nach aktuellen Angeboten und Verkaufspreisen einfachst zu widerlegen.
      Fahrzeuge, die teils zu Hunderttausenden produziert wurden, stehen mit der gleichen Wertangabe wie Fahrzeuge, die teils wenige hundert Mal gefertigt wurden.
      Jeder gelernte Kaufmann erhält dieses Grundwissen im ersten Lehrjahr, dass Angebot und Nachfrage die zwei Grundpfeiler für die Preisentwicklung sind. Ein Oldtimer, der somit nur 500 Mal gefertigt wurde, ist daher nicht auf die selbe Stufe zu setzen, wie ein Oldtimer, der über 100.000 Mal gebaut wurde. Die 500 Stück werden immer schneller vergriffen sein, als 100.000 Stück, somit steigt der Preis für den seltenen Oldtimer. Auch die Angebotspreise im Internet spiegeln diese Tatsache wieder. Die Herausgeber dieser Listen verweisen immer auf eine große Bandbreite ihrer Bezugsquellen, insbesondere auch auf erzielte Preise bei Auktionen.
      Auktionen sind gänzlich ungeeignete Preismarker.
      Teils werden wertige Fahrzeuge verschenkt, weil z.B. nur ein Bieter bietet, nur er sich den Wagen von den ca. 1.000 Bietern momentan leisten kann und somit kein zweiter Bieter mitbietet, der dadurch den Preis nach oben treiben würde. Andererseits werden teils weniger wertige Fahrzeuge weit über dem Marktpreis versteigert, nur weil sich zwei Bieter einen Wettkampf im Bieten liefern oder noch ein „Weihnachtsgeschenk“ benötigen.
      Diese erzielten Preise spiegeln nur die Nachfrage für diesen momentanen Zeitpunkt im direkten Zusammenhang des vorhandenen Kapitals für diese Auktion wider.
      Wir raten daher immer zu den besonderen Oldtimern, die nicht hunderttausende Mal produziert wurden. Oldtimer, mit denen man einen Berg auch im zweiten Gang befahren kann.
      Diese Gutachten sollen den Zustand und Wert eines Oldtimers ermitteln. Leider haben wir  hin und wieder feststellen müssen, dass teils bei zwei Gutachtern eine Notendifferenz von 1,5 als ausgeschriebene Zustandsnote für das selbe Fahrzeug am selben Tag liegen kann…
      Fehlerquelle Nr. 1: falsche Ausgangszahlen :
      Diese Gutachter greifen auf die „Oldtimer- Schwacke“ zu, die, wie wir wissen, nicht wirklich immer aussagekräftig ist. Wenn der  Gutachter mit falschen Ausgangszahlen arbeitet, kann am Ende kein richtiges Ergebnis entstehen.
      Fehlerquelle Nr. 2.: die Interpretation eines jeden Gutachters:
      Das Leder der Sitze, welches der erste Gutachter als zu abgenutzt und restaurierungsnotwendig erachtet, legt der zweite Gutachter komplett anders aus. Bei ihm hat das Leder eine wunderschöne Patina und ein neues Leder ergibt in seinen Augen eher einen Abzug in der Bewertung.

      Die positive Patina etc., festgestellt vom ersten Gutachter, wird vom zweiten Gutachter am gleichen Tag am selben Fahrzeug als Makel und sogar als restaurierungsnotwendig aufgeführt.

      Die ermittelten Wertgutachten eines Oldtimers wiesen in einem von uns erlebten Fall eine Diskrepanz von über €10.000,00 auf

      Haftung bei gewerblichen Verkäufern
        Eine Garantie auf ein Fahrzeug erhalten Sie in der Regel nur bei neuwertigen Fahrzeugen bzw. Neufahrzeugen. Garantien werden meist vom Herstellerwerk eingeräumt. So gibt es z.B. bei manchen Herstellern eine 10 -Jahres- Garantie auf Durchrosten. Eine grundlegende Herstellergarantie auf alle Bauteile beträgt bei einem Neuwagen in der Regel mind. 2 Jahre.
        Wenn bei älteren Fahrzeugen ganze Bauteile erneuert oder komplett überholt werden, steht Ihnen für dieses Bauteil /diese Arbeit ggf. eine Garantie zu.

        Ein Gewährleistungsrecht steht Ihnen bei einem Kauf von einem gewerblichen Käufer IMMER zu!
        Das Gewährleistungsrecht besteht 2 Jahre, es kann aber vom Händler auf ein Jahr reduziert werden. Dies muss im Kaufvertrag oder in den AGB´s aufgeführt sein.
        Das Gewährleistungsrecht kann NICHT ausgeschlossen werden. Sollte ein Händler dies tun, so ist dieser Passus und ggf. der gesamte Kaufvertrag nichtig.
        Sollte ein Mangel im ersten Jahr vorliegen, so gilt es zu klären, ob dieser Mangel zuvor vorlag oder zwischenzeitlich entstanden ist.

        In den ersten 6 Monaten ist der Verkäufer in der Beweispflicht. Er muss nachweisen, dass der Mangel ggf. nicht bereits beim Verkauf vorlag.
        Ab dem 6. Monat kehrt sich die Beweisführung. Der Käufer befindet sich jetzt in der Beweispflicht und muss nachweisen, dass der Mangel zuvor vorlag.

        Wir kennen leider keinen Fall, in dem solch eine Versicherung jemals etwas bezahlt hat. Diese Versicherung wird Käufern gerne regelrecht aufgedrängt. Unserer Meinung nach ist diese lediglich ein Provisionsgeschenk für den Verkäufer und eine zusätzliche Einnahmequelle für die Versicherung.

        Wie zuvor erläutert, steht Ihnen als Käufer mind. 1 Jahr Gewährleistungsrecht zu. Eine Garantie erhalten Sie bei einem Oldtimer nicht, außer, es wurde z.B. ein Bauteil komplett erneuert. Dann gibt teils der Hersteller auf das ausgetauschte Bauteil eine Garantie.
        Oder es wurde Ihr Motor frisch generalüberholt, dann haben Sie auch hier einen Garantie- bzw. Gewährleistungsanspruch.

        Eine Gebrauchtwagengarantie für Gebrauchtwagen ist nach unserer Meinung nur ein Produkt, welches verkauft wird um u.a. weitere Einnahmen für das Versicherungsunternehmen zu erzielen. Der Käufer hat davon nicht wirklich einen Nutzen.
        Einige Verkäufer versuchen sich mit solch einer Versicherung aus der Haftung zu nehmen, da der Käufer bei einem Mangel bzw. Schaden immer als erstes die Versicherung anschreibt, denn diese hat er ja speziell für diesen Fall abgeschlossen.
        Die Versicherung verweist dann auf die nicht versicherten Verschleißteile, denn diese sind von dem Versicherungsschutz ausgenommen.
        Was ist ein Verschleißteil an einem Fahrzeug?
        Die Frage ist andersherum einfacher gestellt… was ist NICHT ein Verschleißteil an einem Fahrzeug?
        Alles unterliegt dem Verschleiß. Jedes Bauteil an einem Fahrzeug nutzt sich mehr oder weniger ab.
        Sei es der Motor, das Getriebe, die Bremsen, die Achsen, selbst die Karosse unterliegt in Wirklichkeit dem Verschleiß.
        Haben Sie solch eine Versicherung abgeschlossen und somit ca. €400,00 bereits bezahlt und es kommt zum Schadensfall, halten Sie sich immer an den Verkäufer, er ist trotz abgeschlossener Versicherung in der Haftung sofern das Gewährleistungsrecht noch besteht (1 bzw. 2 Jahre ab Kaufdatum).

        Da wir selbst Oldtimer verkaufen, würde man sagen, wir seien befangen. Aber die Fakten sprechen dennoch für sich.

        Bei einem Händler haben Sie IMMER ein einjähriges oder gar zweijähriges Gewährleistungsrecht, was für Sie als Käufer immer beruhigend sein sollte.

        Da Händlern bewusst ist, dass sie sich in der Haftung befinden, werden Oldtimer zuvor in der Werkstatt überprüft und gewartet. Ausnahmen bestätigen die Regel…

        Sollte ein Oldtimer im schlimmsten Fall gestohlen sein, dann wissen Sie als Käufer, wo der Händler seinen Firmensitz hat. In der Regel ist eine komplette Rückabwicklung unproblematisch.

        Bei einem Privatverkauf eines Oldtimers könnte der Motor theoretisch bei der Probefahrt zunächst gut sein und auf der Heimfahrt wird dieser defekt.
        Bei einem privaten Verkäufer haben sie wenig Chancen auf den Erhalt der Reparaturkosten etc. . Ganz anders sieht es bei einem gewerblichen Verkäufer aus. Dieser würde in die Haftung genommen, außer es stellte sich heraus, dass der Wagen falsch bedient, z.B. überdreht wurde. Aber auch hier wäre der Verkäufer erst einmal in der Beweispflicht. Auch kommt es immer wieder vor, dass der Eigentumsnachweis des Oldtimers nicht wirklich ersichtlich ist. Ganze Banden haben sich regelrecht darauf spezialisiert, Fahrzeuge, die ihnen gar nicht gehören, an Dritte zu verkaufen.

        Bei einem Jungtimer, Oldtimer oder gar Veteranen würde ich bei einem „Oldtimerkäuferneuling“ immer zu einem Kauf bei einem Händler raten.

        Die Bedenken, dass der Oldtimer bei einem Händler immer teurer sein muss, als bei einem privaten Verkäufer, trifft nicht wirklich zu.

        Der Händler kann den Oldtimer in der Regel günstiger einkaufen als ein Privatmann. Verkäufer haben bei einem Verkauf an einen Händler einen regelrechten Freipass. Der Händler muss fast jeden übersehenen Schaden selbst tragen, außer der Verkäufer hätte etwas arglistig verschwiegen. Daher sind auch private Verkäufer gerne bereit, etwas günstiger an einen Händler zu verkaufen.

        Des Weiteren wird der Oldtimer vor dem Verkauf vom Händler überprüft und Defektes wird ggf. repariert. Sollte am Fahrzeug innerhalb der ersten 6 Monate ein Schaden entstehen, so wird der Händler in der Regel bemüht sein, diesen zu regulieren (Unfallschäden und selbst verschuldete Schäden vom Käufer sind davon ausgenommen).

        Ein Oldtimer ist ein Fortbewegungsmittel wie z.B. PKW, LKW, Motorrad, Flugzeug, Schiff, U- Boot etc., das älter als 30 Jahre sein muss.
        Als PKW muss der Oldtimer mindestens 30 Jahre alt sein um als Oldtimer mit einem H-Kennzeichen (Historien-Kennzeichen) zugelassen zu werden.
        Als Benutzer eines Oldtimers, der über das H-Kennzeichen verfügt, genießt man verschiedene Vergünstigungen, wie u.a. die Oldtimersteuer. Diese ist um einiges günstiger, als bei einem normalen PKW, so auch die Oldtimerversicherung.

        Ein PKW-Oldtimer beruht auf dem damaligen Stand der Technik.

        Henry Ford, der 1913 die Fließbandarbeit einführte und dadurch das Automobil günstiger als seine Konkurrenten anbieten konnte, machte das Auto auch für den Normalbürger erschwinglich.

        Ein Oldtimer-PKW mag zwar alt sein, er verfügt über keinen Bordcomputer, er hat auch keine der modernen Helferlein, aber die einfache und solide Technik, die wunderschöne Karosse und Details lassen einen begeistert sein.

        Die Kurzbezeichnung Oldie wird auch gerne verwendet, diese ist aber zweideutig, da auch ein Musikstück aus den 50ern ein Oldie ist.

        Selbiges bei der Bezeichnung Klassiker. Ein Klassiker kann auch ein Design sein, z.B. ein Smoking oder ein zweireihiger Anzug.

        Die Bezeichnung Oldtimer ist eine technische Bezeichnung und im Bezug auf einen PKW die Exakteste.

        Ein Jungtimer ist ein mind. 20 Jahre altes Auto, welches noch nicht den Oldtimerstatus erreicht hat.

        Um einen PKW als Oldtimer bezeichnen zu können, muss dieser mindestens 30 Jahre alt sein. Dann bezeichnet man dieses Fahrzeug als einen Oldtimer. Vor keinen 10 Jahren, lag diese Oldtimerstatusgrenze noch bei 25 Jahren, diese wurde hauptsächlich aus steuerlichen Gründen auf 30 Jahre angehoben.  Hat das Auto die 30 Jahre erreicht, gilt es als Oldtimer und kann auch als historisches Fahrzeug mit dem bekannten H-Kennzeichen zugelassen werden.

        Unter Veteranen als Auto verstand man vor ca. 10 Jahren noch Fahrzeuge, die von 1886 (erstes Automobil BENZ) bis 1940 gebaut wurden. Heute sagt man, dass grundsätzlich Fahrzeuge, die älter als 40 Jahre sind, bereits zu den Veteranen gehören.

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